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Armutskonferenz Sachsen-Anhalt Gründungsmitglieder
Gründungsveranstaltung am 15. November 2023
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Warum eine Landesarmutskonferenz Sachsen-Anhalt?

Insgesamt sind in Sachsen-Anhalt rund 430.000 Menschen von Armut betroffen – und damit jede*r Fünfte.

Strukturelle und institutionelle Rahmenbedingungen verursachen Armut und soziale Ungleichheit, diskriminieren und verhindern Teilhabe und soziale Mobilität. Sich überlagernde Krisen der letzten Jahre verschärfen soziale Schieflagen. Armut ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, wird aber sehr häufig individualisiert.

Armutsbekämpfung ist eine sozialpolitische, arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Aufgabe.

Aktuelles

Die nächsten Termine der LAK im Überblick

Denkgruppe Armuts- und Reichtumsbericht 04.07.2024, 15 Uhr Sprecher*innenrat 12.07.2024 Denkgruppe Kinder- und Jugendliche 13.08.2024, 10 Uhr Denkgruppe Allgemeine unabhängige Sozialberatung 14.08.2024, 14.30 Uhr Sprecher*innenrat 16.08.2024

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Wir handeln jetzt!

Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, Gewerkschaften, Verbände, Vereine, Initiativen, Selbstvertretungen von Armut betroffener Menschen und wissenschaftliche Institutionen aus Sachsen-Anhalt treten mit gebündelter Kompetenz und Kraft für soziale Gerechtigkeit ein und gründen daher die Landesarmutskonferenz Sachsen-Anhalt.

Gemeinsam und konsequent wollen wir einen strukturierten Veränderungsprozess in Sachsen-Anhalt voranbringen! Armut muss als gesamtgesellschaftliches und strukturelles Problem thematisiert, diskutiert und als solches bekämpft werden.

Wenn wir Armut wirksam bekämpfen wollen, muss soziale Ungleichheit beseitigt werden.

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Gemeinsam stark - beteiligt Euch!

Wer an einer tatsächlichen Verbesserung der Lebenssituation von Jung und Alt mitwirken und sozialer Ungleichheit deutlich etwas entgegensetzen möchte, kann sich an diesem Prozess aktiv beteiligen. Sei es mit Erfahrungen aus eigener Betroffenheit, mit Ideen aus der Berufspraxis, in der Rolle als politischer Entscheidungsträger*in, mit wissenschaftlicher Expertise oder Verbundenheit mit der Idee einer sozial gerechten Gesellschaft, die alle Menschen achtet und Minderheiten schützt.

Entwicklung einer übergreifenden Landesstrategie

Damit Armut wirksam bekämpft werden kann, braucht es strukturelle Lösungen. Unser Vorschlag für eine ganzheitliche Herangehensweise ist eine breit aufgestellte Landesstrategie zur Armutsprävention und Armutsbekämpfung.

Die Ziele dieser Landesstrategie müssen mit allen Beteiligten abgestimmt sein. Hierzu bedarf es eines breiten Beteiligungsprozesses mit Vertreter*innen der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege, Gewerkschaften, Verbänden, Vereinen, Initiativen, Selbstvertretungen von Armut betroffener Menschen, wissenschaftlichen Institutionen, Kommunen und politische Entscheidungsträger* innen.

Sachsen-Anhalt braucht eine aktuelle, kontinuierliche Armuts- und Reichtumsberichterstattung

Um Bedarfe von Menschen in Armutslagen zu erkennen, armutspolitische Handlungsbedarfe zu benennen und Lösungsansätze zu entwickeln, sind fundierte Kenntnisse über die im Land bestehenden Armutslagen erforderlich. Nur mit diesem Wissen und einem Konsens über die Fakten können Ziele und Maßnahmen abgeleitet und überprüft werden.

Bestandteil des Berichtes muss ein sogenannter Schattenbericht sein, der Betroffene und Expert*innen gleichermaßen zu Wort kommen lässt.

Die Landesarmutskonferenz Sachsen-Anhalt wird ein Konzept entwickeln, wie sie diesen Schattenbericht federführend erstellt.

Ein Armutsschattenbericht wird von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder Wissenschaftler*innen erstellt. Er bildet die tatsächlichen Bedingungen und Erfahrungen von Menschen in Armut ab, die in Statistiken nicht ausreichend erfasst werden. Insgesamt wird darauf abgezielt, eine umfassendere und realitätsnahe Darstellung der Armutssituation zu liefern, um politische Maßnahmen zu beeinflussen und die Rechte von Menschen in Armut zu fördern.

Ein Armutsschattenbericht wird von zivilgesellschaftlichen Organisationen oder Wissenschaftler*innen erstellt. Er bildet die tatsächlichen Bedingungen und Erfahrungen von Menschen in Armut ab, die in Statistiken nicht ausreichend erfasst werden. Insgesamt wird darauf abgezielt, eine umfassendere und realitätsnahe Darstellung der Armutssituation zu liefern, um politische Maßnahmen zu beeinflussen und die Rechte von Menschen in Armut zu fördern.

Ziel ist ein entschlossenes
und fundiertes Vorgehen zur Verbesserung der Lebenslagen der von Armut betroffenen und bedrohten Menschen in Sachsen-Anhalt.

Soziale Gerechtigkeit und soziale Sicherung – in allen Lebenslagen

Die Herstellung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit ist Aufgabe des Staates. Das System der staatlichen unterstützenden Sozialleistungen ist für viele Menschen kaum mehr durchschaubar. Die bürokratischen Anforderungen sind vielfach zu hoch und stellen reale Hürden zum sozialen Sicherungssystem dar. Hinzu kommen organisatorische und strukturelle Zugangsbarrieren.

Ältere Menschen, Alleinerziehende, Menschen mit Beeinträchtigungen, Menschen mit geringer Lese- und Schreibfähigkeit und Menschen mit Migrationsgeschichte sind von diesen Hemmnissen besonders betroffen.

Existentielle Folgen der Zugangsbarrieren für Hilfesuchende und Leistungsberechtigte sind unter anderem kein oder verspäteter Leistungsbezug.

Abhilfe sehen wir im konsequenten Abbau von Zugangshürden, der Sicherstellung von psychosozialen Beratungsangeboten und im Einstieg in eine unabhängige allgemeine Sozialberatung.

Die Menschen benötigen eine verlässliche, kompetente und niedrigschwellige Beratung und Unterstützung bei der Inanspruchnahme und Durchsetzung ihrer Rechtsansprüche.